Jahrhundertelang haben Menschen Pferden ihren Willen gebrochen, um sie zum Gehorsam zu zwingen. Erst Ende des letzten Jahrhunderts - vor allem durch den Film „Der Pferdeflüsterer“ - wurde einer breiten Öffentlichkeit gezeigt, wie man mit Pferden auch anders umgehen kann. Manch einer fragt sich nach dem Film, was das für ein Zauber sei, der Pferde dazu bringt, Monty Roberts, dem Pferdeflüsterer, freiwillig zu folgen. Die Erkenntnisse, die Monty Roberts beim Beobachten von Pferden gewann, zeigten ihm einen Weg, wie die natürlichen Bedürfnisse von Pferden sie dazu bestimmen, sich einer Leitstute oder eben auch einem Menschen anzuschliessen.
Auch Menschen, insbesondere Kinder, haben eine natürliche Bereitschaft Führung anzunehmen, aber auch einen Instinkt dafür, wann es gilt Führung abzustreifen, die gewalttätig und demütigend oder aber kraft- und hilflos daher kommt und keinen Schutz verspricht.

Auf der Grundlage von Monty Roberts Werken, den Büchern von Jesper Juul, vor allem aber aus unserer eigenen Erfahrung als Leitende, als Pädagogen und Eltern haben wir ein Führungs- und Erziehungskonzept entwickelt, das man kurz als Führung durch Vertrauen in einer gleichwürdigen Gemeinschaft bezeichnen könnte.
Wir glauben, dass es in einer Gemeinschaft fast immer eine Hierarchie gibt. Die Art und Weise, wie diese installiert, erhalten und je nachdem auch überwunden wird, bestimmt darüber, ob diese Hierarchie als Korsett oder als wohltuender Rahmen empfunden wird, der Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.
Im Umgang mit dem Pferd, Monty Roberts nennt es Join-up (Zusammenschluss), kann der Teilnehmer im Zeitraffer erleben, wie fundamental anders sich Führung durch Vertrauen anfühlt.
Dieses Konzept ist zunächst unabhängig von den Werten, die wir als Eltern und Pädagogen vermitteln wollen. Diesen Führungsstil zu wählen, ist zwar an sich schon ein Bekenntnis zu Werten, die uns das Christentum überliefert hat, aber christliche Erziehung im engeren Sinne geht noch einen Schritt weiter.
Der Gott, den uns die Bibel bezeugt, zielt nicht in erster Linie auf das Verhalten der Menschenkinder ab. Ihm geht es vielmehr um die Beziehung. Er möchte unser Gott sein. So sollten auch wir uns als Eltern nicht zuerst um das Verhalten der Kinder kümmern, sondern um deren Motivstruktur. Wenn wir Eltern Gott in der Familienhierarchie den ersten Platz geben und uns IHM gerne unterordnen, weil wir IHN lieben und IHM vertrauen, wird das für unsere Kinder wichtig und hilfreich sein. Gehorsam ist dann nicht mehr etwas, was wir als Eltern einfordern, sondern selber vorleben. Man kann Menschen zu einem bestimmten Verhalten zwingen, aber nie zu einem Gehorsam, wie die Bibel ihn versteht, der freiwillig ist und aus dem Vertrauen, nicht aus der Angst kommt.

Unsere Arbeit beruht im Wesentlichen auf der Verbreitung des Buches "Erziehen im Vertrauen", in dem das Join-up-Konzept dargestellt ist. Wir stellen das Buch im Rahmen eines Vortrages oder aber als Startveranstaltung eines Erziehungsseminars vor.

Das Buch "Vertrauens-Schule" richtet sich an Lehrkräfte an Privat- und Volksschulen und zeigt die Umsetzung des Join-up-Konzeptes im professionellen Bereich. Es bildet auch die Grundlage für die Arbeit mit ganzen Teams.

Bei der Umsetzung des Join-up-Ansatzes beraten wir Menschen individuell. Dabei stützen wir uns je länger je mehr auf das Material des kanadischen Bindungsforschers Gordon Neufeld, dessen Ansatz das Join-up-Konzept bestätigt und vertieft. Wir verdanken ihm vor allem eine vertiefte Einsicht in Fehlentwicklungen, die Kinder - und Eltern - hindern, ins Join-up zukommen.

Wir betreuen ein Forum, in dem Menschen sich über ihre Erfahrungen mit dem Join-up-Konzept austauschen können.

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