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THEMA: Umgang mit hochsensiblem Baby

Umgang mit hochsensiblem Baby 9 Monate 3 Wochen ago #6442

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Guten Tag

Ich benötige dringend euren Rat. Meine Tochter ist 10 Monate alt und ich vermute, dass sie (so wie ich auch) hochsensibel ist. Wenn ich mit ihr alleine zuhause bin, ist sie ein ausgeglichenes Baby. Doch sobald wir Besuch bekommen, auf Besuch gehen oder sonst irgendwohin gehen, wo viele Menschen sind, wird es schwierig. Währenddessen ist es noch kein Problem, sie saugt dann alle Eindrücke in sich auf und ist dadurch sehr beschäftigt. Doch wenn wir wieder zuhause sind, muss sie sehr viel und lange weinen und je nach Erlebnis dauert dies bis zu einer Woche an. Dies bedarf viel Kraft meinerseits, da sie in diesen langen Weinphasen nur von mir begleitet werden will, mein Mann kann mich da deshalb kaum entlasten. Mein Mann und ich wissen nicht, was wir machen sollen, da wir uns ja nicht zuhause einschliessen können und wollen? Doch wir wollen auch nicht, dass sie danach wieder stundenlang schreien muss... Habt ihr einen Tipp, wie wir damit umgehen sollen?

Ein weiteres Problem ist die Kinderhüeti in der Gemeinde, bisher haben wir sie aus oben erwähntem Grund immer im Tragetuch in den Gottesdienst mitgenommen, doch langsam geht dies nicht mehr, da sie nicht mehr nur schläft und dann beim Spielen zu laut ist. Aus diesem Grund war sie gestern das erste Mal in der Kinderhüeti, aber mein Mann war die ganze Zeit dabei. Dies klappte sehr gut, sie spielte und beobachtete und wirkte zufrieden. Mein Mann erzählte sie habe ihn kaum gebraucht. Doch als wir gestern Nachmittag zuhause waren, schrie sie wieder über mehrere Stunden hinweg. Was sollen wir machen?

Noch als kleine Anmerkung: Es war eine schwierige Geburt, meine Tochter musste 6 Wochen zu früh per Notkaiserschnitt geholt werden und musste dann ganze 5 Wochen auf der Neonatologie bleiben, bis wir sie nachhause nehmen durften. Wir hatten also einen schweren Start.

Ich danke euch jetzt schon vielmals für eure Hilfe!

Liebe Grüsse
Nutoka
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Umgang mit hochsensiblem Baby 9 Monate 3 Wochen ago #6443

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Liebe Nutoka Versucht doch einmal einen ganz kurzen Besuch zu machen - 10 Minuten vielleicht - und schreibt dann hier wieder, wie sich die Kürze ausgewirkt hat.
lg Heinz
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Umgang mit hochsensiblem Baby 9 Monate 2 Wochen ago #6444

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Lieber Heinz

Ich habe gerade mit meinem Mann besprochen, was unserer Ansicht nach den grössten Einfluss hat auf unsere Tochter.
Und zwar ist dies einerseits die Lautstärke und Hektik in ihrer Umgebung. Andererseits, ob sie den Besuch gut kennt und vor allem ob der Besuch sie halten/mit ihr spielen will oder ob sie bei uns ist und selbstständig spielen kann.
Somit sagt unsere Erfahrung, dass sie mit einem ruhigen Besuch, während dem sie bei uns ist und selbstständig spielt, viel besser umgehen kann. Da spielt die Länge auch nicht so eine Rolle. Bei einem Besuch hingegen, der laut ist und der sie halten will, wird es je länger er dauert, desto schlimmer mit der Verarbeitung im Nachhinein.

Ausserdem reagiert sie sehr stark auf die Trennung von mir (auch wenn sie in dieser Zeit von meinem Mann/ihrem Papa betreut wird). Ich bin vollzeitlich zuhause bei ihr und habe sie noch fast nie abgegeben. Ist dies der Grund, dass sie es sich einfach nicht gewöhnt ist? Ich dachte immer, wenn die Bindung stark ist, sollte auch eine Trennung zu verkraften sein oder sehe ich dies falsch?

Danke vielmals für die Rückmeldung.

Liebe Grüsse
Nutoka
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Umgang mit hochsensiblem Baby 9 Monate 2 Wochen ago #6445

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Kinder haben die Fähigkeit mehrere Bezugspersonen zu haben. Diese Fähigkeit entwickelt sich aber nur, wenn wir sie auch nutzen und inanspruchnehmen. Es ist wichtig, dass ein Kind einen sicheren Hafen hat . Das gibt ihm den Mut auszulaufen. Kinder zeigen es in der Regel an, wenn die bereit sind.
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Umgang mit hochsensiblem Baby 9 Monate 2 Wochen ago #6447

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Liebe Nutoka,
Bei deinen Zeilen fühle ich mich einige Jahre zurückgesetzt, und habe das Gefühl du beschreibst unsere Tochter...
Lange Zeit waren unsere Sonntage nach dem Gottesdienst-Besuch einfach gelaufen, da ging nichts mehr. Das hat uns damals sehr gestresst.
Es gibt einfach Kinder, die nehmen sehr viel auf und brauchen sehr viel Zeit zum verarbeiten. Uns hat es sehr geholfen, sie möglichst viel in der Trage, mir zugewandt zu tragen. Auch im Gottesdienst und auf Besuch. Ich habe sie konsequent nur den Menschen zum halten gegeben, zu denen sie bereits eine tiefere Bindung aufgebaut hat. Eine zeitlang haben wir uns sogar abgewechselt und sind während dem GD spazieren gegangen. (manchmal auch meine Mama)

Mit der Trennung liegst du absolut richtig, nur ist es einfach so dass mit 10 Monaten die Bindungswurzeln naturgemäss noch sehr kurz sind.
An Trennung kann man sich nicht gewöhnen, es ist wirklich die Bindung die einfach tiefer werden muss, damit ein Kind festhalten kann.
Wie Heinz schreibt, kann sie sehr wohl verschiedene Bezugspersonen haben. Dies zu entwickeln braucht in diesem Alter einfach Zeit.

Und ja auch sonst, unsere Tochter war noch sehr lange sehr sensibel in diesem Bereich. Aber es wird besser! Sie lernte damit umzugehen und wir fanden Wege, wie wir sie auch abschirmen konnten. Es war manchmal ein bisschen ein Tanz, vor und zurück. Ausprobieren was geht und was zuviel ist, neue Wege finden.

Liebe Grüsse, Bäretatze
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Umgang mit hochsensiblem Baby 9 Monate 2 Wochen ago #6448

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Liebe Bäretatze

Vielen lieben Dank für deine Antwort, die mir sehr hilft!

Die ersten Monate hat meine Tochter fast im Tragetuch gelebt, das war wirklich eine grosse Hilfe, um sie von allem etwas abzuschirmen. Mittlerweile wird dies schwieriger, da sie immer aktiver wird.
Als wir bemerkten, dass sie so stark auf andere Menschen reagiert, gaben wir sie auch nicht mehr so herum, doch leider kam uns da viel Unverständnis entgegen. Denn in der Situation selber merkt man nur, wenn man sie genau beobachtet, dass es ihr zuviel ist.. Erst zuhause geht dann das Weinen los.

Aber dann bin ich froh, dass du schreibst, es werde mit der Zeit besser. Was sagst du aus deiner Erfahrung, ist es sinnvoller, so sensible Babys möglichst vor zu vielen Eindrücken zu schützen und somit nur wenig Programm (Besuche, Ausflüge etc.) zu haben? Oder ist es wichtig, dass sie lernt damit umzugehen?

Nochmals danke und liebe Grüsse
Nutoka
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