Begleitung - wie lange?

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6 Jahre 4 Monate her #5813 von HannahMama
Antwort
Liebe Maxi,
wir haben einen christlichen Kindergarten gefunden, in dem es Bezugspersonen gibt. Sie arbeiten viel nach den Konzepten von Jesper Juul und daher oft schon recht VP-mässig...manchmal aber auch gar nicht :-/
Bei den Bringzeiten gehen wir als Familie 'einfach' unseren individuellen Weg und H und M sind die einzigen Kinder sie spät gebracht werden und früh geholt werden. Wir geben sie jetzt mal 2 1/2h, immer Vormittags. Wir ernten dafür z.T. Unverständnis und ich lerne dies nicht so wichtig zu werten wie meine/unsere Werte. Der Nachteil ist, dass unsere beiden Mädchen dadurch manches verpassen (Projekte, die dann laufen wenn sie gehen müssen oder Wanderungen die den ganzen Tag gehen). Im Moment ist das einfach so. Mal sehen wie wir damit umgehen, wenn die Mädchen sagen, dass sie dabei sein wollen.
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6 Jahre 4 Monate her #5814 von Maxi
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Liebe HannahMama,

vielen Dank für deine Offenheit. Eine super Lösung...!

Ich wünsche euch von Herzen ganz viel Mut, das Unverständnis eurer Umwelt weiterhin auszuhalten!

Ganz liebe Grüsse
Maxi

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6 Jahre 4 Monate her #5844 von Numi
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hallo zusammen
bei uns ist das Thema ganz aktuell: Unsere Tochter (4) geht seit Frühling in eine Waldspielgruppe. Ich begleitete sie drei Mal, zog mich jedes Mal mehr zurück und unsere Tochter ging dann alleine hin. So weit, so gut.
Seit den Sommerferien ist es ihr aber nicht mehr so wohl dort. Einige Kinder sind nun im Kindergarten (auch ein Kind, mit dem sie sich angefreundet hat und mit dem wir abgemacht haben), und ihr kleines Geschwister, das bis zu den Sommerferien an den Waldspielgruppennachmittagen jeweils bei einer Kinderhüte war, ist nun jeweils mit mir zu Hause.
Irgendwie merkten wir, dass es ihr nicht mehr so wohl ist. Als mein Mann Ferien hatte, realisierte sie, dass sie als einzige dann weg ist und ihr kleines Geschwister MamiPapi- Zeit hat. Sie wolle das auch (was wir ihr versprachen), und sie weinte und schrie dann so, dass ich schlussendlich nochmals einen halben Nachmittag mit ging. Letzte Woche dachten wir, dass es nun gehe: Sie sammelte im Garten Blätter, die sie den Kindern zeigen wollte, machte Sträusse für die Leiter und sagte dann plötzlich, dass sie nicht gehen wolle (was sie zuvor auch schon einer anderen Person erzählt hatte). Als es ans Rucksack anziehen ging, klammerte sie sich an mich und weinte. Ich hatte im Forum von Heinz das Beispiel mit dem Pflaster gelesen, also kurz und heftig wegziehen, und so sagte ich der Leiterin, dass sie sie nehmen solle. Sie nahm unsere weinende Tochter auf den Arm und sie liefen dann in den Wald, unsere Tochter schaute weinend zurück und ich winkte ihr zu (wies mir ging könnt ihr euch wohl vorstellen), nach ein paar hundert Metern stellte die Leiterin sie ab und sie rannte mit anderen Kindern voraus.
Abends kam sie soweit fröhlich zurück, die Leiterin sagte, sie hätte erzählt und es gut gemacht und ich solle mir nicht zu viele Sorgen machen.
Anfangs sagte unsere Tochter immer, sie würde in der Waldspielgruppe nicht weinen, wir sagten, dass sie das dürfe. Sie kann gut Gefühle unterdrücken und zeigt nicht gerne Schwäche.
Ist das mit den Kindern voraus rennen, dass sie den Schmerz unterdrückt?
Wie sollen wir weiter vorgehen? Wir haben viel geredet, probiert herauszufinden, woran es liegt, dass sie nicht gerne geht (sie ist eigentlich sehr gerne draussen, wir finden, dass das Leiterteam es gut macht...). Mit anderen Kindern aus der Spielgruppe abmachen, dass sie die Kinder besser kennenlernt oder binden wir sie dann an die Kinder? Nicht mehr schicken? Herausfinden, woran es liegt? Mehr Zeit mit ihr alleine verbringen (haben wir nun angefangen)?
Danke für eure Ideen.

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6 Jahre 4 Monate her #5845 von Momira
Antwort
Liebe Numi
Immer wieder gilt es Entscheidungen zu treffen, herauszufinden was gut ist für das Kind und für uns.
Als ich deinen Beitrag gelesen habe, sind mir Erinnerungen gekommen an ähnliche Erlebnisse mit unserem mittleren Sohn. Als Vierjähriger wollte er unbedingt in die Musikschule gehen. Da war ein Angebot für Kinder in diesem Alter, das ich ihm schmackhaft gemacht hatte. "Wie oft muss ich noch schlafen, wie oft muss der Zeiger noch ringsum, gehen wir mit dem Velo?..." Er war so aufgeregt und hat sich so gefreut - bis wir vor der Türe zur Musikschule standen. Dort hat er erklärt: ich will nicht!!Alles Zureden nützte nichts.
Damals hab ich mich gefragt, warum das so ist. Er freut sich so sehr und will dann plötzlich nicht mehr.
Heute weiss ich, dass das für Kinder in diesem Alter ganz normal ist. Als wir noch zu Hause waren, hat er sich so auf all die Trommeln, Spiele, Lieder gefreut. Da war nur Freude. Als wir vor der Musikschule standen, hatte er plötzlich Angst vor dem Unbekannten. Da war nur noch Angst. Ein vierjähriges Kind kann in der Regel nicht denken: Jetzt hab ich zwar etwas Angst, aber eigentlich freue ich mich, die Freude überwiegt, darum bin ich mutig und gehe trotz etwas Angst da rein.
Da geht nur ein so starkes Gefühl auf einmal.
Darum hat wohl dein Kind auch ein Sträusschen gemacht für die Leiterin, aber als der Start da war, hat die Angst vor der Trennung, oder die Angst zu Hause etwas zu verpassen...oder sonst ein schlechtes Gefühl dein Kind ausgefüllt.

Nun gibt es gute Gründe ein vierjähriges Kind in die Spielgruppe zu schicken. Z. B. Ich brauche diese Kinderpause unbedingt,..... Es gibt aber auch gute Gründe, das Kind nicht in die Spielgruppe zu schicken. Z. B. das Wissen, dass mein Kind hauptsächlich Mami, Papi, Grosi, Nachbarin, kleinere oder grössere Geschwister braucht um sich gut entwickeln, reifen zu können. Es braucht überhaupt keine gleichaltrigen Kinder um gesundes Sozialverhalten zu lernen.

Nun ist es einfach so, dass ihr als Eltern ganz sicher sein müsst, ob ihr wollt, dass eure Tochter in die Spielgruppe geht. Oder ob es möglich ist und ihr es so wollt, dass sie einfach noch mit Mami und dem kleinen Geschwister zu Hause sein darf. Eure innere Überzeugung wird es leichter machen.

Kommt da jemand draus was ich meine? B)

mal so viel. Wünsche euch einen schönen Sonntag

Momira

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6 Jahre 4 Monate her #5846 von Maxi
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Liebe Momira,

und ob man da drauskommt... :P Vielen Dank!

Bei meinen eigenen Kindern habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Einstieg nach den Ferien generell - egal ob im Kindergarten oder in der Schule - immer ein bisschen schwieriger ist. Kannst du das auch so logisch erklären?

Liebe Grüsse
Maxi

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6 Jahre 4 Monate her #5847 von Numi
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hallo ihr beiden
herzlichen Dank für die Antworten!
Das klingt sehr logisch für mich, nur ein Gefühl aufs Mal.
Wir finden es schwierig, herauszufinden, was der Grund ist, dass sie nicht mehr gehen möchte. Manchmal ist es ja etwas "Kleines", das man mit dem Kind zusammen entkräften kann. Aber ist es wohl noch zu früh, dass ein 4 Jähriges das erklären kann (oder überhaupt merkt, woran es liegt)?
Da sie gut Gefühle unterdrücken kann und bei anderen eher nicht auf ihrer Meinung beharrt, finden wir es nicht einfach. Würden wir sie zu etwas zwingen (zur Waldspielgruppe) und sie würde ihre wahren Gefühle irgendwann unterdrücken oder wäre es ein "Schüpfli", weil sie ja eigentlich gerne im Wald ist???

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