Medien

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2 Monate 3 Tage her #6732 von Rahab
Frage
Hoi mitenand,
angespornt vom letzten Webinar möchte ich hier das Thema nochmals aufgreifen. 
Hier drei Dinge, die ich mir besonders gemerkt habe:
- "Erträgst du es, dass wir richtig spielen oder soll ich dich gewinnen lassen?"
- den Film 30s vor geplantem Ende anhalten: "Die Zeit ist jetzt dann gleich um. Schaffst du es, fertig zu schauen und danach nicht in den Gefühlen auszubrechen? Traurig sein darfst du dass der Film fertig ist aber ich möchte kein Gezetter (sorry, fällt mir kein schlaueres Wort ein)". 
- Wir machen einen kalten Entzug (kein Handy mehr z.B.), wie merken wir, dass du entwöhnt bist? 

Was ist euch hängengeblieben? 

Dann noch eine Frage dazu. Wir haben drei Kinder (6/3.5/1), wobei die Älteste manchmal nach einem Film fragt. Wir haben keinen TV, nur DVD's die wir auf dem Laptop schauen. Nach dem gestrigen Webinar würde ich die Filmausschnitte lieber nur der Ältesten zeigen und die zwei Kleinen noch nicht allzu gross in Berührung damit kommen lassen, die Mittlere hat jedoch bis jetzt auch immer mitschauen dürfen. Ich habe da schon eine Lösung, wie ich das handeln könnte, jedoch nimmt mich wunder, wie ihr das löst mit den verschiedenen Medienzeiten. Ich würde manchmal auch gerne mitschauen, aber das geht ja dann gar nicht, wenn die Grösste alleine schaut und ich die zwei Kleinen beaufsichtigen sollte. Und Zeiten, in denen nur die Grösste zu Hause ist gibt es einfach (noch) nicht. 

Freue mich auf eure Gedanken!

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2 Monate 2 Tage her #6733 von Kiki
Antwort
Liebe Rahab,

am Seminar war ich leider nicht dabei, aber ich hoffe, es erzählen noch mehr davon.

Vielleicht findest du Zeit, wenn dein Mann daheim ist und die beiden Kleinen übernimmt? Oder wenn die Kleinen Mittagsschlaf machen?! Warum nicht eine 2. Meile für deine Älteste daraus machen?

Als die Kinder ganz klein waren, hatten wir ein Fernsehzimmer mit Gitter davor. Von aussen war der Fernseher nicht zu sehen. So konnte die Tür offen bleiben und alle Kinder waren im Blickfeld.

Ich möchte dich ermutigen, gemeinsam mit deiner Ältesten (und später auch mit deinen Jüngeren) Filme anzuschauen. Wir haben vier Kinder und die gemeinsame Medienzeit (anschauen, besprechen, diskutieren) war und ist immer noch sehr kostbar. Motiviert war dieses gemeinsame Schauen durch mein Anliegen, über Zauberei, Gewalt und all diese Themen zu sprechen, um die Kids nicht unkontrolliert "fremdbeeinflusst" zu lassen. Rückblickend merke ich, dass es einen guten Einfluss auf ihre Gesprächskultur und ihre kritische Haltung gegenüber Medien hatte.

Interessant ist, dass unsere Teenager (!) noch heute ihre Medienzeit "teilen". Sie spielen zum Beispiel ein Rennspiel und basteln dazu Urkunden oder feuern sich beim Fahren an. Manchmal teilen sie auch ihre Funde auf Insta, Snapchat, Tiktok und Co. - auch mit uns Eltern - und erstellen daraus neue Videos oder analysieren die Beiträge "vp-mässig". Besonders unsere Jüngste hält immer Ausschau nach Beispielen für Kooperation, guten Willen bei Kleinkindern, Frustkreisel usw. Ein Beispiel ...

Kennst du schon diesen Thread? 

Liebe Grüsse
Kiki

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2 Monate 17 Stunden her #6734 von Rahab
Antwort
Liebe Kiki,
du hast mich auf eine gute Idee gebracht, jeden 2. Dienstag habe ich nämlich Zeit nur für meine Tochter und da haben wir auch schon Filme geschaut, das kann ich gut wieder rauskramen. Und den Thread vom alten Forum habe ich mit viel Spannung durchgelesen und einiges daraus raus genommen - Danke! (Habe nur im aktuellen Forum gesucht und nichts gefunden...)
Gleichzeitig kommt in mir eine weitere Frage auf: Was fragt ihr/wie besprecht ihr die Filme/Hörspiele mit euren Kids? Meine blockt häufig ziemlich schnell ab - vielleicht hat es damit zu tun dass ich ihr auch schon ein Hörspiel einfach abgestellt habe mit einer kurzen Erklärung aber ohne Diskussion und sie jetzt befürchtet, dass wenn sie das "falsche" Antwortet, ich es ihr wegnehme!? 
Auch nimmt es mich wunder wie deine Jüngste dazu kommt, VP-mässig zu analysieren. Wie thematisiert ihr das mit den Kids? Vielleicht gibt es dieses Jahr mit den Kids durch den VP-Adventskalender eine Möglichkeit dies aufzugreifen... Aber ist das nicht zu "theoretisch" wenn ich ihnen sage: "Gesund ist es wenn du mir gerne folgst und mir vertraust, dass ich dich gut führe. Dann kooperiert du mit mir. Wir schauen mal, mit wem die Kids in diesem Film kooperieren." Habt ihr mir Anweisungen? 
Und dann gleich noch was 3.: Von diesem Frustkreisel habe ich schon vielenorts gelesen, aber im Buch und im Forum immer nur Hinweise darauf gefunden ("Siehe Frustkreisel). Wo finde ich genaueres? (Kann es sein, dass in der neueren Version des Buches das Thema drin ist? Ich glaube ich habe es gelesen aber nicht ganz verstanden....

So viele Fragen, so gespannt auf die Antworten... 

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2 Monate 3 Stunden her #6735 von Kiki
Antwort
Liebe Rahab,

in der 6. Auflage des "Erziehen im Vertrauen" ist der Frustkreisel im Kapitel 4.1 abgebildet. Er wird aber auch im Forum erklärt, z. B. hier oder hier.  

Für mich als Mama war die 3. Ausfahrt der Knackpunkt. (Besser wäre es ja, die 2. Ausfahrt zu erwischen, gelt - aber eben ... ) Heinz lehrt an seinen Seminaren, dass wir den Frust in der 3. Ausfahrt nicht über unsere Mitmenschen ausschütten sollen (schimpfen, anklagen), sondern lieber durch Werfen, Treten oder Schlagen (natürlich nicht gegen Menschen, sondern nur gegen Sachen gerichtet) loswerden sollten. Als ich meine Kinder vorgewarnte, dass ich künftig ab und zu schreien werde, um meinen Frust loszuwerden, waren wir ganz natürlich im Thema drin

So richtig darüber gesprochen haben wir aber erst, als unsere Kinder im Schulalter und älter waren. Ich würde das aber gar nicht bewusst angehen. Es ergibt sich automatisch, wenn die Kinder von Konflikten mit ihren Kollegen, Lehrkräften usw. erzählen.

Normalerweise lesen wir am Zmorgetisch in der Bibel. Daraus haben sich ebenfalls viele VP-Gespräche entwickelt. Es ging dabei z. B. um Motive (z. B. bei der Arche Noah: aus welchen Gründen hätte man einsteigen können), ums Richten, um Barmherzigkeit, um Anlehnung, um Vertrauen usw.

Mit dem Besprechen der Hörspiele und Filme haben wir es ganz unterschiedlich gehandhabt. Als unsere Kinder klein waren, habe ich mir die Filme immer vorher angeschaut. Dann liess ich meine Kids schauen und danach haben wir darüber gesprochen, z. B. so: «Das war ja eine verzwickte Lage. Ist dir aufgefallen, wie das Kind die Situation ganz alleine gelöst hat? Hättest du das auch so gemacht? Oder hättest du dir Hilfe bei Papa oder Mama geholt?» In all den Jahren wurden die Gespräche über solche Themen dann ganz natürlich immer tiefer und Praxis und Theorie verknüpften sich immer mehr.

Als unsere Kinder älter wurden, haben wir gewisse Filme auch vorbesprochen. Wir haben z. B. vor einiger Zeit den «Last Samurai» gemeinsam angeschaut. Er ist erst ab 16 Jahren freigegeben. Zwei unserer vier Kinder waren zu diesem Zeitpunkt noch jünger. Wir haben dann zuerst die geschichtlichen Hintergründe (welcher Teil der Geschichte hat einen historischen Hintergrund, was ist frei erfunden) und die kulturellen Begebenheiten (rituelle Selbstmorde, Ehrgedanke, Bedeutung Top Knot usw.) erforscht. Nach dem Besprechen, wie Kampfszenen gedreht werden (Making of usw.) haben wir uns schrittweise - z. T. zuerst ohne Ton - in den Film gewagt. Auch die jüngeren Kinder haben dadurch alle Szenen gut verkraftet und der Film wurde zu einem tollen Familienprojekt.

Falls du mehr darüber erfahren möchtest, können wir vielleicht einmal telefonisch austauschen?! Schreib einfach hier ins Forum, falls du möchtest, dass Heinz uns direkt vernetzt.

Liebe Grüsse
Kiki

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