Taschengeld

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7 Jahre 8 Monate her #5051 von Jumüma
Frage
Wer hat Erfahrung mit Taschengeld?
Mein Sohn, bald 9j, hat davon gesprochen, er würde auch dafür arbeiten...
wie viel gibt man? Wofuer?
Danke für eure Meinungen.

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7 Jahre 8 Monate her - 7 Jahre 8 Monate her #5053 von Bäretatze
Antwort
Wir haben in der 2. Klasse angefangen, mit 1 Franken pro Woche, 3. Klasse 2 Franken, ab der 4. Klasse 4 Franken, und ab der 5. Klasse 20 Franken im Monat.
Dieses Grundtaschengeld gibt es leistungsunabhängig. Sie können sich aber jederzeit Geld dazu verdienen. Gewisse Arbeiten sind Pflicht, und anderes bin ich bereit zum bezahlen, einfach nach Absprache.
Das sind Arbeiten wie jäten, Auto putzen, Fenster putzen, Debitoren/Kreditoren einordnen (bei mir im Büro), usw. Und unser Sohn (12) geht gerne mal einen halben Tag mit meinem Mann arbeiten, da kann er dann schon richtig gut Geld verdienen.
Dies wird mal mehr, mal weniger intensiv genutzt, je nach dem ob sie auf etwas sparen oder nicht. ;)
Last edit: 7 Jahre 8 Monate her by Bäretatze.

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7 Jahre 8 Monate her - 7 Jahre 8 Monate her #5054 von marlis
Antwort
Vor einiger Zeit war das Thema Taschengeld schon mal aktuell, Du findest es hier:

www.vertrauenspaedagogik.ch/index.php/fo...ziehung/350-sackgeld

...falls Du mal stöbern magst, wie andere das so handhaben.

Bei uns ist es so, dass die Kinder (zwischen 3 und 10-jährig) bis jetzt fürs zu hause mithelfen nichts verdienen, aber je länger je mehr auswärts, beim helfen in Nachbars Garten, auf dem Bauernhof etc.

Die Mithilfe zu Hause soll im Normalfall freiwillig und unentgeltlich sein. Mir graut davor, dass die Kinder sonst irgendwann bei jeder Arbeit danach fragen, was dabei herausspringt. Ich als Hausfrau verdiene ja auch nichts, sondern mache die Arbeit deswegen, weil ich selber daran interessiert bin, dass alle versorgt sind. Bei allem zu denken "Ich mach's für Jesus!" das ist mein Ziel, von welchem ich allerdings selber noch meilenweit entfernt bin... Dennoch wünsche ich mir, dass die Kinder schon früh lernen, nicht primär für Geld, sondern aus Nächstenliebe zu helfen. Träumen und hoffen darf man ja ;)

Mit leistungsunabhängigem Taschengeld haben wir bis jetzt herzlich wenig Erfahrung, allerdings nicht, weil wir das nicht wollten, sondern weil wir es Woche für Woche vergessen, zu verteilen :-(
WENN wir mal dran denken, sind wir immer wieder erstaunt, wie unterschiedlich die Kinder damit umgehen. Das eine "verpolet" meist gleich alles, und bereut es dann, ein anderes legt fast alles auf die hohe Kante, ohne ein konkretes Ziel. Und wieder ein anderes kauft am liebsten etwas damit, um anderen eine Freude zu machen. Mega spannend!

@Bäretatze:
Sind eure Kinder völlig frei darin, wie sie das Geld verbrauchen? Oder habt ihr Eltern da noch ein gewisses Mitspracherecht? Wie geht ihr damit um, wenn ein Kind mit seinem Geld, (sei es Sackgeld oder selbstverdientes) etwas kaufen will, wo ihr Eltern nicht gut findet? z. B. dauernd Süssigkeiten, oder sonst etwas, das ihr total daneben findet?
Last edit: 7 Jahre 8 Monate her by marlis.

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7 Jahre 8 Monate her #5058 von Bäretatze
Antwort
@Marlis: Unser Mitspracherecht regelt sich eigentlich automatisch übers Join-up. Es gibt Dinge, die finde ich nicht toll, aber habe jetzt auch kein Killerargument dagegegen. Da sage ich (manchmal) meine Meinung, werde oft auch gefragt. Manchmal finden sie dann, "hast ja Recht, Mami" oder auch nicht, und das ist auch ok. Wir kaufen ja alle mal etwas, was jetzt nicht unbedingt sein müsste, oder wahnsinnig sinnvoll ist. ;) Dann gibt es Dinge die möchte ich wirklich nicht, und da sag ichs dann auch ganz klar. Das klappt eigentlich immer gut, dass wir dann eine für alle gute Lösung finden. Und ein paar Sachen sind schon grundsätzlich geregelt, dass sie bei uns nicht ins Haus kommen, egal wer sie bezahlt.

Kleines Beispiel: Unsere Mädels haben bei der Cousine den Furby gesehen, und wollten unbedingt auch so einen. Ich war nicht begeistert, aber eben, es ist ja jetzt nichts schlimmes, das man verbieten müsste. Der älteren Tochter, die das Geld bereits gehabt hätte, habe ich vorgeschlagen, mal 1,2 Wochen zu warten, und wenn dann der Wunsch immer noch gleich stark ist, das Teil zu kaufen. Hat sich erledigt!
Die kleinere Tochter hat intensiv drauf gespart, sogar exra bei den Grosseltern noch Geld verdient. Als sie das Geld zusammen hatte, fand sie plötzlich, dass es ihr doch auch zu schade sei, es für diesen Furby auszugeben. Sie hat sich nun letzten Samstag eine Uhr aus dem Geld gekauft. :)

So gilt auch bei diesem Thema wieder: Die Beziehung machts aus!
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7 Jahre 8 Monate her #5061 von marlis
Antwort
Danke, liebe Bäretatze, für Deine aufschlussreiche Antwort! Damit kann ich etwas anfangen. Dein Vorschlag, 1 - 2 Woche zu warten, um dann zu schauen, ob der Wunsch immer noch brennt, gefällt mir besonders gut.

LG, Marlis

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7 Jahre 8 Monate her - 7 Jahre 8 Monate her #5068 von Marion
Antwort
Liebe Jumüma,

herzlich willkommen im Forum!

Unsere Kinder bekommen ein sehr kleines Sackgeld (Kindergarten Fr. 0.50 pro Woche, Unterstufe Fr. 1.– pro Woche, Mittelstufe Fr. 5.– pro Woche). Für aussergewöhnliche Arbeiten (z. B. einen Mittag lang im Garten jäten) bekommen sie Geld (Fr. 5.– bis Fr. 10.–). Die üblichen Ämtli werden nicht bezahlt. Wir machen gute Erfahrungen mit der Kombination von geschenktem und verdientem Geld, und unsere Kinder sind zufrieden.

Eine Beobachtung würde ich gerne weitergeben: Eine mir bekannte Familie zahlt kein Taschengeld. Die Kinder müssen für alles arbeiten, und es gibt eine Tabelle, womit man sich wie viel verdienen kann. Ich erlebe diese Kinder als extrem aufs Geld fixiert. Die Frage "Was bekomme ich dafür?" überrascht mich manchmal in Situationen, wo ich eigentlich nur spontane Hilfsbereitschaft erwartet hätte. Andererseits sind diese Kinder sehr geschäftstüchtig und können ihre Einnahmen und Ausgaben gut planen.

Liebe Grüsse
Marion
Last edit: 7 Jahre 8 Monate her by Marion.

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