Trennungsangst- unbegründet?

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6 Jahre 7 Monate her #5696 von Landi
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Sorry, jeto71,

Ich kann dir leider keine Adresse für ein Coaching oder Beratung angeben. Mein Coaching war wirklich völlig auf privater Ebene. Aber vielleicht hat hier jemand anders eine gute Adresse oder vielleicht gibt es eine Liste von erfahrenen Leuten, bei denen du dich melden könntest.

Wer kann da helfen?

Lg, Landi.

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6 Jahre 7 Monate her #5697 von Kiki
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Liebe Landi,

wenn ich deinen Bericht richtig verstehe, sind die Attacken aufgetreten, als ihr wieder in die gewohnte Umgebung zurückgekommen seid?! Krass...! Weisst du rückblickend, was diese Ängste ausgelöst hat? Falls ja, magst du erzählen?

Liebe Jeto71,

unsere Kinder hatten manchmal auch Phasen, in denen sie kaum ins Bett zu bringen waren. (Wir hatten ein Familienschlafzimmer.)

Damals habe ich festgestellt, dass es auch von meiner Einstellung und Flexibilität abhängt, wie zermürbend ein Ausharren am Bett meines Kindes ist. Um die tote Zeit zu verhindern, gingen wir eine Zeit lang als Familie sehr früh zu Bett - grad mit den Kindern. Die Kleinen kuschelten noch etwas an uns, wir lasen noch eine Viertelstunde in einem Buch, und dann hiess es: Gute Nacht! Zeit zu zweit gab es dann einfach morgens statt abends oder tagsüber oder...

Theoretisch wäre es auch möglich, dass deine Tochter bei dir im Wohnzimmer oder in der Küche einschläft. Auch diese Variante hat unsere Familie hinter sich: In einer bestimmten Phase hatten wir ein Fernsehzimmer, damit mein Mann auch vor dem Fernseher "herunterfahren" konnte, ohne dass die Kinder mit Themen konfrontiert wurden, für die sie noch zu klein waren. Ich werkelte derweil im Haushalt, und die Kinder blieben bei mir und schliefen irgendwann irgendwo ein. Wenn ich sie morgens regelmässig weckte, waren sie abends auch zeitig müde.

Nur so als Idee... ;)

Liebe Grüsse
Kiki
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6 Jahre 7 Monate her #5698 von Kiki
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PS: Bei unserer Kleinen hat uns Heinz beraten... Für mich persönlich war das Problem schon zu einem grossen Teil gelöst, als ich das Klammern meiner Tochter verstehen und ihr Verhalten als "normal" einstufen konnte.
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6 Jahre 7 Monate her #5701 von Landi
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Liebe Kiki

Ja, ich weiss, was diese Ängste ausgelöst hat. Vor ca. zwei Jahren hat sich unsere Tochter mit dem Gedanken beschäftigt, was mit ihr und ihren Geschwistern geschehen würde, wenn Mama und Papa gleichzeitig sterben würden. Sie stellte mir diese ernsthafte Frage und verlangte eine ernsthafte Antwort. Sie beendete dann aber dieses Gespräch schnell wieder und sagte, dass sie nicht mehr darüber sprechen möchte. Seitdem hat ihre Angst meist damit zu tun, dass sie uns verlieren könnte.

Als wir vor einem Jahr für einen Monat unterwegs waren, blieben wir u.a. für eine Zeit an dem Ort, wo wir dieses Gespräch geführt hatten An dem Ort ist sie auch mal Nachts erwacht und hat uns nicht gleich gefunden. Dies kam damals wieder rauf, und wir hatten schon während der Reise damit umzugehen. Doch als wir nach Hause kamen, schlug es dann richtig ein. Weiss auch nicht so richtig warum erst zu Hause.

Lg, Landi.

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6 Jahre 7 Monate her - 6 Jahre 7 Monate her #5703 von NoCa
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Mensch, ihr seid unglaublich! Eure Erfahrungen, Einsichten, Commitment, den Reifungsprozess, den ihr durchgemacht habt, euer Dranbleiben, Ja-sagen, Mut-fassen, Vertrauen (auch zu Gott) ist MILLIONEN wert! .......bin grad total berührt.


Was mich noch interessieren würde: Hatten eure Kinder auf körperliche Symptome, habt ihr da was beobachtet?? Ich glaube, dass dieses Schockverhalten jeweils einen 'biologischen' Sinn hat, eine schiere Ueberlebensstrategie ist. Mit unserer Tochter haben wir nämlcih auch etwas Aehnliches erlebt, wenn wohl auch nicht in so grossem Ausmasse: Wir haben sie mal alleine im Auto schlafen lassen - waren neben an draussen in einem Cafe, aber sie konnte uns eben nicht gleich sehen. Danach reagierte sie (körperlich) mit Ekzem an den Kniebeugen. Das kam und ging. Die Kniebeugen braucht ein Mensch (oder auch Affe!) um sich an der Mutter/Muttertier festzuklammern, um nicht von ihr weggerissen/getrennt zu werden. Ich finde solche Parallelen total interessant, da es vollkommen Sinn machte, das diese Körperstelle bei meiner Tochter 'reagierte'. Unser Körper weiss genau was er tut- mit allem versucht er uns mit Ueberlebensprogrammen zu helfen.

In diesem Sinne: Trennungsangst ist IMMER begrüdet! Das Verhalten des Kindes kann sogar als (instinktiv) richtig und vollkommen notwendig, ja gar lebenserhaltend betrachtet werden. In der Natur bedeutet Trennung von der Mutter praktisch IMMER den Tod. Deshalb ist dieses 'extreme' Verhalten des Kindes sehr gut verständlich.
Ich glaube es kann enorm hilreich sein, wenn man akribisch zu beobachten beginnt: wann reagiert das Kind mit Angst, was löst Angst aus (was triggert sie), Umstände, Orte, Situationen, etc., damit man besser vorausschauen kann und das Kind auf schützen kann. Wieder einmal mehr: Mutter = Vollzeitjob!! :)
Last edit: 6 Jahre 7 Monate her by NoCa. Begründung: Zutrag

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6 Jahre 7 Monate her #5711 von Kiki
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Liebe Landi,

danke für deine Offenheit! Ich könnte mir gut vorstellen, dass die mögliche Trennung in der Vorstellung mindestens genauso schlimm war wie die kurze, aber reale Trennung in dieser einen Nacht.

Aus eigener Erfahrung kann ich diese "eingebildeten Ängste" sehr gut nachvollziehen. Als ich ein ganz kleines Kind war, machte meine Mutter oft ein kurzes Nickerchen auf dem Wohnzimmersessel. Ich erinnere mich, dass ich immer zwanghaft über ihrer Atmung wachte und mich ganz schrecklich fürchtete, sie könnte auf diesem Sessel sterben.

In meiner Angst flüchtete ich mich als Kind an einen eingebildeten "sicheren" Ort, wo es einen grossen und starken Vater gab, was aber eine "fühlbare" Bindung nicht wirklich ersetzte... Wie gut, dass eure Tochter so einfühlsame Eltern und einen Vater im Himmel hat, den sie kennt!

Dir und Deinen Lieben von Herzen alles Gute!

Liebe Grüsse
Kiki

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