Familienzeit mit Gott

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6 Jahre 2 Wochen her #5963 von Landi
Frage
Hallo zusammen

Es würde mich interessieren, ob es hier Familien hat, die bestimmte Zeiten haben, wo sie gemeinsam in der Bibel lesen und über ihren Glauben austauschen. Wir sehen das als einen wichtigen Bestandteil im Unterwegssein als Familie mit Gott. Nun sind diese Zeiten aber sehr angegriffen. Seit einger Zeit gibt es jede Woche, wenn wir zusammenkommen möchten irgendeine Unzufriedenheit bei einem oder mehreren Kindern. Die eine will nicht so lange singen, die andere will das gerade sehr gerne, jemand will immer unterbrechen für Fragen, der andere möchte vorwärts kommen, einer will selber auch lesen, die andern wollen, dass Papa liest... Egal, wie wir es machen, die Kinder sind unzufrieden. Machen wir es jedoch nicht, vermissen es die einen dann aber doch.

Hat jemand einen Tipp, wie wir solche Zeiten friedlicher gestalten können? Wie gestalten andere Familien solche Zeiten? Und stellt ihr den Kindern frei, ob sie dabei sein wollen oder nicht?

Danke fürs erzählen!
Lg, Landi.

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6 Jahre 2 Wochen her #5964 von Kiki
Antwort
Liebe Landi,

bei uns war das in letzter Zeit auch grad ein Thema. Ich erzähle einfach mal ein bisschen.

14 Jahre lang erzählte ich unseren Kindern während des Morgenessens Geschichten aus der Bibel, wir diskutierten darüber und beteten gemeinsam. Unterstützt haben mich unter anderem die Bücher "Mit Kindern die Bibel entdecken". Zu jedem Buch gibt es eine CD-ROM mit tollen Karten, Bildern usw. (Ich könnte sie dir ausleihen.) Die Kinder finden diese Zusatzinformationen immer sehr spannend.

Vor zwei, drei Monaten begann unser Ältester (15), diese Zeiten regelmässig zu stören. Ich verlangte dann von ihm, sich zu entscheiden: Er sollte entweder ruhig zuhören oder weggehen. Einerseits dachte ich, dass ich mit Zwang die Bedürfnislage verkehren würde, andererseits kann ich unseren Sohn ja nicht ein Leben lang an der Hand nehmen. Er entschied sich dann fürs Weggehen. Er steht seither als Erster auf, isst alleine Zmorge und haut sich dann nochmals auf Ohr, während seine Geschwister ihr Frühstück essen.

Zwei, drei Wochen lang schien ihm nichts zu fehlen. Einmal fragte ich ihn, wie er seine Beziehung mit Jesus lebe. Darauf antwortete er, er bete... Inzwischen taucht er oft bei mir auf und verwickelt mich in Gespräche - auch über den Glauben. Selten setzt er sich auch wieder an den Tisch, wenn ich den jüngeren Geschwistern aus der Bibel vorlese.

Anfangs hat es mich - ehrlich gesagt - ein bisschen gestresst, als sich unser Ältester von dieser gemeinsamen stillen Zeit zurückzog. Inzwischen bin ich ganz ruhig geworden. Auch wenn die "geplante theoretische Unterweisung" wegfällt, so bleiben doch unzählige Gelegenheiten im Alltag, um auf eine Bibelstelle Bezug zu nehmen, etwas zu erklären, zu diskutieren, zu ermutigen usw. Vielleicht frage ich ihn auch bei Gelegenheit, was für ihn ändern müsste, dass er wieder gemeinsam mit uns über Gottes Wort nachdenken kann.

Ganz liebi Grüessli
Kiki

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6 Jahre 1 Woche her #5968 von Landi
Antwort
Vielen Dank, Kiki!
Deine Antwort hat mir geholfen in dem Sinne, dass ich meinen Kindern auch in der Gestaltung ihrer Beziehung zu Gott vertrauen kann, und vor allem, dass ich Gott vertrauen kann, dass er seinen Weg geht mit meinen Kindern. Anbieten werden wir die gemeinsame stille Zeit auf jeden Fall und wir werden den Kindern auch erklären, warum sie für uns wichtig ist. Aber zwingen können und wollen wir sie ja wirklich nicht.
Lg, Landi

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5 Jahre 10 Monate her #6016 von dirawe
Antwort
Wir machen diese Famiienzeit mit Gott jeweils am Abend. Jenachdem lesen wir noch kurz etwas am Tisch oder wenn wir mehr Zwit haben setzen wir uns aufs Sofa und singen vorher auch noch. Mein Mann erzählt dann einen Abschnitt mithilfe einer Kinderbibel und dann reden wir noch darüber. Bei uns ist es auch freiwillig und wenn es Probleme gibt (die gibt es leider oft, weil der Feind das nicht gerne sieht), dann fragen wir die Kinder, ob sie dabei sein wollen oder nicht. Manchmal gehen sie dann in ihr Zimmer, aber das geschieht eher selten. Normalerweise wollen sie dabei sein. In letzter Zeit haben die Älteren oft viele Fragen gestellt und es gab am Schluss vermehrt gute Gespräche mit einem einzelnen Kind. Wir besprechen da auch alle Ihre Lebensfragen und das ist so wertvoll!
Lass dich nicht entmutigen! Es bringt Frucht, auch wenn man es im Moment vielleicht nicht sieht.
Lg Dirawe
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