Weihnachtsgeschenke

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7 Jahre 11 Monate her #4772 von mari
Frage
Hallo
es dauert noch eine Woche bis Weihnachten und schon stehen bei uns mehrere Geschenke von Götti/Gotti und Grosseltern für die Mädchen bereit.
Anstatt mich zu freuen, scheint es mir unverhältnismäßig zu sein. Zu viele Geschenke für die kleinen Mädchen (8 Monate und 2 1/2 Jahre).
Nicht dass ich ihnen das nicht gönne. Aber ich spüre, wie die Wertschätzung fürs Einzelne durch die große Flut verloren geht.

Wir haben ganz bewusst 'kleine' Sachen gewünscht. Die Wünsche sind aber von den Schenkenden offensichtlich ergänzt und erweitert worden sonst wären da nicht so viele Päckchen.
Ich habe da uh Mühe mit unserer Schenk-Tradition. Alleine das 'Wünschen' widersteht mir irgendwie.
Wie handhabt ihr das in euren Familien mit Weihnachts-und Geburtstagsgeschenken?
Wie lebt ihr die Wertschätzung vom Kleinen? Wie erleben eure Kinder, dass schenken eine Beziehungssache ist (oder sein kann)?

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7 Jahre 11 Monate her - 7 Jahre 11 Monate her #4774 von Bäretatze
Antwort
Liebe Mari,

Das _"Problem" kennen wir auch. Wir haben drei Kinder, wovon eines auch noch am 20. Dez. Geburi hat. Du kannst dir die Geschenke-Flut ja vorstellen... Wenn dann noch jedes Kind einen Päckli-Adventskalender bekam, konnte ich bis Weihnachten keine Geschenke mehr sehen!
Trotzdem, Gottis, Göttis und Grosseltern haben ja in der Regel mehrere Kinder die sie beschenken, und deshalb auch ein Budget. Sie wollen es allen gleich machen und das ist ja auch verständlich und edel. Ich musste auch einsehen, dass meine Schwiegermutter zb. einen Betrag für jedes Kind vorgesehen hat, und ich nicht einfach nur was kleines wünschen kann für das Kind. Das wäre dann in ihren Augen unfair dem Kind gegenüber. Irgendwie auch verständlich.
Und nun bin ich seit 3 Jahren wieder Gotti von einem Kleinkind, und ich geniesse es auch, für den Kleinen ach so herzige Sachen auszusuchen und zu schenken. Es ist einfach etwas schönes, Spielzeug, Kuscheltiere, usw. auszusuchen. :) Das war mir damals wohl zuwenig bewusst, weil es für mich einfach Alltag war.
Ich denke aber, dass wir unseren Kinder auch viel von unserer Haltung weitergeben. Sind wir dankbar und freuen uns an all den Sachen werden das die Kinder spüren. Es ist ganz anders, als wenn wir mit Gegenwille bei der Sache sind!

Was ich praktisch gegen die Geschenkeflut unternommen habe:
- keine Geschenke-Adventskalender mehr sondern Familien-Kalender oder 1 Kalender mit Süssigkeiten für alle 3 zusammen, oder der "tönende Adventskalender" von Adonia.
- Statt Geschenke Ausflüge, Gutscheine für etwas (z,b. für einen Gottitag), Heftli-Abo wünschen.
- Geschenke nicht im Voraus entgegennehmen, sondern darauf bestehen, dass es der Schenkende selber überreicht. Das hat zur Folge dass es sich auf mehrere Tage verteilt, und sich die Kinder auch viel mehr bewusst sind, von wem sie was bekommen haben.
- Geldbeträge wünschen für ein grosses Gemeinschaftsgeschenk wie ein Fahrrad, ein Puppenwagen, Traktor, Verkäuferliladen, usw.
- Kleider, Bettanzüge (ich habe kaum je einen Bettanzug selber gekauft, alles Weihnachtsgeschenke!), Pischi, Skianzug usw. wünschen.
- Bücher, Bilderbücher, CDs wünschen.

Wie oben schon erwähnt, war es uns immer wichtig, dass die Geschenke nicht "abgeliefert" werden und dann alle am 24. unter dem Baum liegen. Sondern wir haben soweit es ging mit jedem Schenkenden was abgemacht, zum Zvieri, zum Znacht, usw. So wurde automatisch auch Beziehung gepflegt. Manchmal halt schon in der Adventszeit, manchmal erst Anfang Januar, aber das ist ja egal. An Weihnachten sind es dann nur unsere Geschenke und die meiner Eltern. Jetzt wo sie älter sind sehen wir das nicht mehr so eng, da besteht ja die Beziehung schon und wird auch unter dem Jahr gepflegt und es ist ok wenn mal ein Päckli per Post kommt.
Ahja und wir haben von Anfang an auch Geschenke gebastelt. Und wenns nur was ganz kleines war, die Kinder hatten immer mega Freude daran wenn sie auch ein Geschenk überreichen durften. (das machen wir bis heute so)

in diesem Sinne, merry christmas! ;)
Last edit: 7 Jahre 11 Monate her by Bäretatze.
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7 Jahre 11 Monate her #4775 von mari
Antwort
Liebe Bäretatze

Danke vielmal fürs Erzählen, wie ihr das so macht! Das hilft mir, auch die andere Seite ein bisschen besser zu verstehen. Und da sind auch ganz viele Tipps drin, die ich mir auch für unsere Familie vorstellen kann.

Zum Beispiel war mir unwohl, die Geschenke im Voraus entgegen zu nehmen und ich habe zu den Schenkenden gesagt, dass ich es schöner fände, wenn E. das Geschenk JETZT aufmachen und dann auch spüren, erleben kann, von wem es ist. Aber das "macht man" nicht und so habe ich mich dann überzeugen lassen, dass es zum Aufmachen schon Weihnachten werden muss. Dein Post hilft mir, nächstes Mal den Mut zu haben darauf zu bestehen.


Macht ihr als Eltern auch Geschenke für eure Kinder zu Weihnachten? Wünschen sich die Kinder dann etwas oder denkt ihr euch ein Geschenk aus?

Ich hatte in diesem Jahr eben gar keine Freude mehr, etwas vorzubereiten. Eigentlich schade... Letztes Jahr habe ich E. ein Mützchen für ihre Puppe genäht. Sie hatte soooooo Freude daran. Sie hat die Mütze eine gefühlte halbe Stunde bestaunt, anprobiert, wieder ausgezogen - und da war sie 1 1/2!
Dass wir diese Freude und das Staunen von unseren Kindern (zumindest ein Stück weit) bewahren können, das wünsche ich mir.

Auch dir und deiner Familie FROHE WEIHNACHTEN!

herzlich, Mari

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7 Jahre 11 Monate her #4776 von Bäretatze
Antwort
Liebe Mari,

Danke für dein Feedback!

Ja, manchmal muss man sich einfach durchsetzen. "Wir machen das so." Mein Mann kann das besser als ich, obwohl ich es mittlerweile auch gelernt habe. So habe ich ihn manchmal vorgeschoben. Es gab da noch andere Themen, wie zb. der heilige Abend, wo der gefeiert wird, usw. Als junge Familie muss man sich da manchmal regelrecht einen Weg erkämpfen. Aber es lohnt sich!

Ich mache es so, dass ich so ab dem Herbst eine Liste führe, mit Geschenkideen. Immer wieder sehen die Kids etwas, oder erwähnen etwas, oder ich sehe etwas, was sie brauchen könnten, das schreibe ich alles auf. Diese Ideen werden dann "verteilt", und wir als Eltern übernehmen meist, was übrig bleibt, oder was schwierig ist zum aussuchen. :) Manchmal sehe ich auch beim lädele spontan etwas, das sind dann Geschenke von Herz zu Herz. Ich muss auch sagen, dass ich mega gerne schenke, und Geschenke aussuche und es mir auch selten an Ideen mangelt. Das ist aber natürlich Typsache. :)

Liebe Grüsse! A

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7 Jahre 11 Monate her #4777 von mari
Antwort
hmmm ja und bevor ich sagen kann "so machen wirs", muss ich vorher wissen und erspüren, wie ichs machen MÖCHTE. Das finde ich manchmal gar nicht so einfach...

Vielen lieben Dank nochmal!

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