Join-up-Intervention - Ideen gesucht!

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7 Jahre 8 Monate her #4930 von Kiki
Frage
Geht es euch auch manchmal so, dass euch der Ablauf und die wichtigen Punkte einer Join-up-Intervention sonnenklar sind, aber wenn's um Ideen geht, wie sich das Kind selbst Druck machen kann, um sich an Abmachungen zu halten, schaut ihr euch gegenseitig fragend an?

Die selbstauferlegte Konsequenz oder Strafe sollte ja so viel Druck machen, dass das Kind (oder ich selbst) auch wirklich motiviert ist, aber nicht zu viel Druck, dass kein zusätzlicher Frust entsteht oder die Abmachung gar nicht eingehalten werden kann.

Zusammen mit den Kindern haben wir folgende Liste zusammengestellt, wären aber unendlich dankbar um weitere Anregungen und Erfahrungen:

Reine Erinnerungen (vorbeugend)
Merkzettel schreiben
(z. B. an der Schranktür: Achtung Pyjama gehört ins Fach)
Umgebung verändern
(z. B. Garderobe wechseln, um sich daran zu erinnern, auf dem Schulweg auf die kleine Schwester zu warten oder das Besteck verkehrt herum auf den Tisch legen, um sich daran zu erinnern, dass wir gerne ohne Streit essen…)

Ausschluss von gemeinsamer Aktivität/Gemeinschaft
-> nicht empfehlenswert (Trennung)

Verzicht auf Dienstleistungen
-> nicht empfehlenswert (Entzug Gemeinschaft)

Tätigkeit (Strafarbeit)
(z. B. das Katzenklo reinigen, Altpapier/-karton entsorgen oder auch einfach nur das Gegenteil machen, wie beim "Nasebohren" die Hände waschen, ein Taschentuch holen und sich schneuzen)

Was denkt ihr über Tätigkeiten als "Strafen"? Wird so vermittelt, dass Arbeit etwas Schlechtes und Unangenehmes sei?

Wiedergutmachung
(Kuchen backen für alle, Bild für jemanden malen, jemanden beschenken, Brief schreiben, einen Liebesdienst - wie Etui spitzen - erweisen)

Sportliche Aktivität
(Liegestütze, Seilspringen, auf einem Bein hüpfen, Hulahopp, Treppensteigen)

Verzicht auf Rechte
(Medienzeit, Sackgeld, Dessert)

"Sinnlose" Aktivität
(Nüsse knacken, auf 20 zählen)

Könnt ihr von Join-up-Interventionen erzählen, die besonders gut geklappt haben?

Liebe Grüsse
Kiki
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7 Jahre 8 Monate her #4943 von Heinz Etter
Antwort
Höchst hilfreich, dieses Statement. Danke
Ergänzung:
Jäten, Schnee räumen, wo es nett, aber nicht unbedingt nötig wäre. Dekoration für ein Zimmer machen.
Entzug von Privilegien gibt es nur, wenn Kinder auch welche haben.
Lg Heinz

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7 Jahre 8 Monate her #4960 von Bäretatze
Antwort
Unsere Kinder wählen immer wieder mal Verzicht auf Tablet / Fernsehzeit als Konsequenz. Oder die Älteste auch "Handy abgeben".
Auch Auto putzen wird oft eingesetzt.

Tätigkeiten als Strafen: Bei uns werden einfach viele Sachen seeehr gerne gemacht, dann eignen sie sich nicht wirklich als Strafe. Wenn Kuchen backen z.b. geradezu ein Privileg ist, kann es schlecht zum Druck machen eingesetzt werden ;) Ebenso Schneeschaufen, Rasen mähen usw. Ich finde es müssen schon Dinge sein, auf die man sich dann nicht grad regelrecht freut.

Was bei uns grundsätzlich einfach gut klappt sind schriftliche Abmachungen die dann aufgehängt werden. Das hilft dann auch zum erinnern.

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