Soziale Kompetenz

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7 Jahre 3 Monate her #5302 von schbananas
Frage
Ich möchte mal nachfragen, was ihr unter sozialer Kompetenz versteht bei euren Kindern.
Ich hörte im Kindergarten mein Kind hätte keine soziale Kompetenz und ich höre das jetzt wieder in der Ergo.
Mein Kind teilt gerne, er gibt sogar Spielsachen gern raus, die er grade erst eine Stunde neu hat.
Er sieht wenn andere Kinder nichts zum spielen haben und bietet seine Sachen an und freut sich, wenn sie angenommen werden. Er sagt Bitte und Danke , nicht weil ich es ihm andressiert habe, sondern weil er es aus dem Herz raus sagt. Ebenso Entschuldigung.
Er kann sehr gut zwischen Gut und Schlecht und "Was tut man" und " Was tut man nicht" (übrigends sehr schön beim Pipi Langstrumpf schauen zu beobachten) .
Er lässt mittlerweile auch oft 5 Grade sein, grade was seinen kleinen Bruder betrifft.
Er tröstet andere, wenn er sieht es geht ihnen nicht gut und er geht sogar hin, wenn er meint eins hat Angst und sagt: Du brauchst keine Angst haben, ich geh mit dir. Er hält sich an Regeln und ist immer der erste, der hilft wenn man wo Hilfe braucht. Er sieht auch, wo er helfen kann oder was gebraucht wird. Ich kann mich auf ihn verlassen.

Was er nicht so gut kann ist, wenn es drum geht was er kann, zB. bei Tests, da tut er als kann er es nicht, gerade bei Leichten Sachen(als wäre es unter seiner Würde), die Schweren macht er dann ohne zu zögern, in der Regel richtig. Er hat soweit ich es sehe keinen Ehrgeiz, was sich selber betrifft. Nach solchen Tests ( die Ergo hat mit ihm einen IQ Test gemacht), muss er sich sehr bewegen um den Druck abzubauen. Danach hat sie das gesagt, das es ihm da fehle.

Ist bei Sozialer Kompetenz bei Kindern, das selbe gemeint wie bei Erwachsenen?
Für die steht im Netz: Kritikfähigkeit, Lernbereitschaft, Durchsetzungsstärke, Frustrationstoleranz, Toleranz, Einfühlungsvermögen, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit

Wieso wird das schon alles bei einem 6 jährigen Kind erwartet????? Ich bin im Grund zufrieden mit meinem Kind, ich habe mehr das Gefühl die anderen sind komisch. :dry:

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7 Jahre 3 Monate her - 7 Jahre 3 Monate her #5304 von Momira
Antwort
Liebe Schbanabas

Deinem Sohn kann ja eigentlich nichts Besseres passieren, als dass sein Mami auf seiner Seite ist. Es ist doch gut, wenn wir sagen können „ich bin zufrieden mit meinem Kind“ oder „ich freue mich über mein Kind“.
Niemand kennt unser Kind so gut, wie wir. Und was uns noch ganz fest unterscheidet von allen Lehrpersonen und Therapeuten: Die Liebe zu unserem Kind! Die ist grundsätzlich unabhängig vom Verhalten des Kindes. Wir sind immer bereit, uns wieder mit unserm Kind zu versöhnen, unser Kind zu verteidigen.

Was mit dieser „Sozialkompetenz“ ist, weiss ich manchmal auch nicht so recht. Halt so ein Modewort. Ich brauche es auch noch gern…

Es muss ja nicht immer sein, dass dein Sohn alles gerne teilt, hilft, sich an die Regeln hält, sich um die Schwächeren kümmert…..Manchmal ja, da kommt seine Fürsorglichkeit heraus, weil es sich wohl fühlt. Manchmal kann er sehr gut gehorchen, weil er die liebt, die die Regeln machen, oder weil es sonst Nachteile für ihn haben könnte…oder weil er das gerne macht.
Manchmal kann er nicht fürsorglich sein, weil er vielleicht noch zu jung ist, um sich wirklich in andere reinzufühlen. Manchmal trötzelt er, weil er seine Umgebung als gegnerisch wahrnimmt. Manchmal tut er andern weh, weil grad alles zu viel ist…..was auch immer…ich kenne deinen Sohn ja nicht…das heisst, nur aus deinen Forumseinträgen.

Was immer die Kigä und die Ergotherapeutin sagen ist sicher aus ihrer Sicht wahr.

Wenn unser Kind den Widerstand gegen die Kigä und die Therapeutin spürt wird es schwierig und beunruhigend für das Kind und es zeigt es auf seine Weise.
Wenn ich jetzt „unser Kind“ sage, dann weil ich wohl für viele Mütter, auch für mich spreche.

Was wir sicher in einer solchen Situation immer wieder tun können, ist, versuchen die Beziehung zu den div. Bezugspersonen unserer Kinder zu verbessern.
Wir müssen uns dafür einsetzen, dass unsere Kinder möglichst viele Zeiten haben, wo sie sich sicher und wohl fühlen, wo sie nicht diesem ewigen Stress mit den andern Kindern aus dem Kiga, dem Verein, der Nachbarschaft ausgesetzt sind.

Bleiben wir einfach im Vertrauen dran und probieren unserem Kind ein sicherer Hafen zu sein und voller Vertrauen in die Zukunft zu schauen….
(auch mit erwachsenen Kindern bin ich da immer wieder stark gefordert…)

Momira
Last edit: 7 Jahre 3 Monate her by Momira.

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