Infobriefe

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Info 15-05 "Ein Plädoyer für Tagesmütter"

Wir erleben in unseren Tagen eine grosse Diskussion darüber, ob Kitas nun gut oder nicht so gut seien für die Kinder. Ich möchte lieber eine Lanze brechen für jene Form der Kinderbetreuung, die manche Mutter mit unguten Gefühlen verbindet: Die Betreuung durch eine Tagesmutter. Sie mag sich vielleicht fragen: “Wird mein Kind nicht plötzlich die Tagesmutter mehr lieben als mich?”

Wenn du das auch schon so gefühlt hast, dann möchte ich dich ermutigen, das neu zu überdenken. Kinder können viele Bindungen eingehen - nicht nur eine. Sie sind designt, mit einer ganzen grossen Sippe umzugehen. Die Reduktion auf zwei oder manchmal nur eine Bezugsperson entspricht nicht dem kindlichen Bedürfnis. Im Gegenteil!

Problematisch ist es, wenn ein Kleinkind sich zu lange mit Menschen abgeben muss, an die es nicht gebunden ist. Es wird sich dann zwingend an jene binden, die bleiben: an die anderen Kinder. Kinder aber sind nicht geeignet, für andere Orientierungspunkt zu sein, und ebenso wenig können sie sich gegenseitig Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.

Sobald dein Kind spürt, dass es im Join-up sein kann sowohl mit der Tagesmutter als auch mit seiner Mama, weil die beiden sich kennen und mögen, wird es sich geborgen und sicher fühlen. Das wird die Beziehung zu dir so wenig beschädigen wie die Beziehung zu den Grosseltern oder gar zu deinem Ehemann.

Talk über das Monatsthema


Livesendung vom 25. Mai 2015

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Info 11-05 "Vertrauen ist ansteckend"

Kennst du die Situation, wo ein kleines Kind sich hinter der Mutter versteckt, wenn eine fremde Person sich nähert? Es tut etwas ganz Normales. Es will zuerst wissen, wie die Person zur Mutter steht. Je enger das Kind an die Mutter gebunden ist, desto schneller wird es ihre Haltung übernehmen und sich dem Erwachsenen gegenüber öffnen – oder eben auch nicht. Und das Kind wird merken, ob die Mutter wirklich eine gute Beziehung hat zu dieser Person oder ob es nur Anstand ist. Hast du dir schon überlegt, wie oft du dein Kind in die Obhut von jemandem gegeben hast, ohne diese Person bei deinem Kind „einzuführen“? Ohne die Vertrauensbrücke zu schlagen von dir z. B. zur Hortnerin oder zur Kindergärtnerin? Kinder reagieren dann manchmal abweisend und misstrauisch und nicht selten gelten sie bald einmal als schwierige Kinder. Aber eigentlich sollten wir lieber über das Umgekehrte nachdenken. Du kannst mit wenig Aufwand für dein Kind etwas unendlich Wichtiges tun: Knüpfe eine Beziehung zu seinen Bezugspersonen in Schule und Freizeit. Lade die Lehrerin einmal zu dir nach Hause ein. Es ist gar nicht nötig, dass ihr dann über das Kind sprecht und sein Verhalten analysiert. Je lockerer und vertrauter ihr miteinander sprecht, desto loyaler wird dein Kind sich in der Schule in der Folge verhalten. Ich habe unter den Marotten meines Primarlehrers wesentlich weniger gelitten als meine Schulkameraden. Ich habe ihn nie verachtet wie manche von ihnen und habe trotz seiner Defizite viel von ihm gelernt. Weisst du, weshalb? Er war ein Freund meines Vaters. Wenn es dir nicht gelingt, ein Ja zu finden zur Lehrperson deines Kindes, dann solltest du über eine alternative Schule nachdenken. Dein Kind hat nur diese eine Schulzeit.

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