Spielen......und Heimunterricht

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4 Jahre 4 Monate her #6425 von NoCa
Frage
Meine 4 Jährige geht nicht in die "Preschool" (3-5Jahre), während fast alle anderen Kinder die Preschool besuchen. Sie ist zuhause mit mir und dem kleinen Bruder (und bald der älteren Schwester, die ich in kurzer Zeit 'heimunterrichten' werde), die beiden spielen relativ gut zusammen (mit all den dazugehörenden Auseinandersetzungen) und sie spielt auch oft alleine, 2 mal pro Woche mit gleichaltrigen Nachbarskindern. Ab und zu gehe ich auf zur 'Preschool', da sie das gerne tut, weil es da halt so tolle Spielsachen und Aktivitäten gibt, die es zuhause nicht gibt (Staffeleien mit Farbe, Bastelsachen, eine Spielküche (fast alles aus Holz) und einen Spielplatz, etc. Ich habe mich bewusst dazu entschieden, mit den Kindern zuhause zu bleiben und möchte sehr wahrscheinlich auch noch ein 4. Kind. Ich fokussiere mich also nach 'innen' (Kinder, Familie, Nachbarn, Homeschooling, ect.) statt nach 'aussen' (Schule, Kindergarten, meine eigene Karriere, etc.), wo oft halt schon Zweifel aufkommen. Gerade wenn ich in der Preschool bin scheint alles so 'perfekt', die gut ausgebildete, geduldigen Lehrer, die tollen Aktivitäten, alles ist strukturiert und durchdacht und hat pädagogischen Wert. Und so viel mehr Kinder zum Spielen:-) Kann dem das "oft nur das Mami und der kleine Bruder (oder die ältere Schwester) und das nicht so toll eingerichtet Daheim" das Wasser reichen? Ich fühle mich wohl mit der Situation, aber der Druck von aussen ist schon da: Werden in der Schule, Preschool mit all den ausgebildeten Lehrern, Kinderbetreuer und der Infrastruktur und dem klar strukturierten Tagesablauf die Bedürfnisse der Kinder nicht besser erfüllt als ich es als Mutter kann?
Was mich auch interessieren würde ist, das Spielbedürfnis/die Spielbedeutung von Kinder verschiedenen Alters. Gerade jetzt, wo ich bald meine 9 Jährige heimunterrichten werde, würde ich gern wissen, wieviel Spielraum sie noch zum Spielen braucht, wie das Verhältnis von strukturiertem Unterricht (oder Aktivitäten) zum Freien Spiel sein sollte? Sie ist immer noch ein verspieltes Kind, es wird aber oft etwas viel, wenn sie mit der 4 jährigen Schwester spielt, also wenn ich jeweils merke, dass die beiden in ihrer Kindlichkeit überfordert sind und Erwachsenenführung brauchen. Ist es da wichtig, dass man SOFORT handelt?
Gibt es andere Homeschoolers in meinem Heimatland? Wäre toll, etwas auszutauschen!
Danke herzlichst für euren Input :-)
Liebe Grüsse in die schöne Schweiz aus dem Goolawah Nationalpart :-)

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4 Jahre 4 Monate her #6426 von Bäretatze
Antwort
Liebe NoCa,
Schön von dir zu hören!
Es gibt ja mehrere Trainerinnen die Homeschooling machen. Zwei davon sind auch im Hotlineteam. Da könntest du dich sicher vermitteln lassen und deine Fragen gleich dort stellen. Vielleicht antwortet auch eine von ihnen hier...?

Spielen hat uns ja allgemein gerade etwas beschäftigt, hast du die letzten beiden Infobriefe gelesen? Darum freut es mich natürlich, dass du hier im Forum eine Diskussion zu diesem Thema eröffnest!
Spielen ist ein wichtiges und grundlegendes Bedürfnis von unseren Kindern (und nicht nur von ihnen, auch uns tut der Spielmodus so gut!) und ich bin überzeugt, es ist nicht zu trennen von "lernen". Gerade beim echten Spielen wird extrem viel gelernt, es werden Problemlösungs-Strukturen im Gehirn angelegt. Man kann also sagen, im Spiel bereiten sich unsere Kinder auf das echte Leben vor.
Es gibt meines Wissens keine Angaben, wieviel ein Kind spielen sollte. Wir gehen eher von "soviel wie möglich" aus. Wenn die Möglichkeit besteht, im Rahmen von Homeschooling sogar spielerisch zu lernen, ist das umso besser.
Damit Kinder aber in das echte Spiel finden können, brauchen sie ganz viel Geborgenheit, Sicherheit (Bindung!) und Freiheit (zum Beispiel von Arbeit). Dies kann natürlich in einem Kindergarten gegeben sein, muss aber nicht. Genauso mit Zuhause. Da ist jede Situation wieder anders.
Wie im Infobrief erwähnt, sind Geschwister oft ein eingeSPIELtes Team. Trotzdem ist es auch da wichtig, dass sie die Sicherheit einer Bezugsperson haben, und sie sich eben zurückziehen können. Denn sobald Verletzungen im Spiel sind ist das Spiel kein Spiel mehr. Ob du sofort eingreifen musst, kann ich so nicht sagen. Aber ich glaube, da hast du das "Gspüri" wann was dran ist. :)
herzlich, Bäretatze
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