Filme gucken

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2 Jahre 9 Monate her #6650 von Idieh
Frage
Hallo zusammen

Bei uns hat es sich eingeschlichen, dass die Kinder am Wochenende Filme gucken dürfen. (Ich habe das mal eingegrenzt, weil sie sonst jeden Tag welche geschaut hätten). Die Mädchen (5+7) haben zum Beispiel Sendung mit der Maus geschaut, Immer dieser Michel, Findus, Filme, die ich ok fand. Es war ihnen meist nach angemessener Zeit zu langweilig und sie kamen wieder, um anderes zu machen. Nun werden die Kinder grösser und das Ganze ist aus dem Ruder gelaufen. Erstens bekommen sie nicht mehr genug von den Filmen und würden am liebsten den ganzen Sonntag vor den Filmen sitzen und zweitens weiss die grössere inzwischen wie sie Filme auswählen kann, und wählt nun irgendwelche Superheldinnenfilme, die ich fraglich finde.
Jetzt ist vieleicht noch wichtig dass ich selber ohne Fernseher und dazumal auch noch ohne Internet aufgewachsen bin- also den Umgang mit Medien und Kindern selber erst "lernen" muss.
Filme gibt es bei uns nur übers Internet, wir haben ebenfalls keinen Fernseher
Mein Mann nervt sich an den Filmen und daran dass die Kinder hin und wieder seinen Laptop benützen, stösst aber mit seinen Filmvorschlägen und seinem genervten Ton nur auf Wiederstand- und hat nun beschlossen, dass ich die Sache ändern muss.
Begreiflicherweise klammern sich die Kinder an das "alte" Muster....
Nun meine Frage an euch. Wie geht ihr konkret mit Medien und vor allem dem Thema Filme schauen mit Kinder um? Was sind geeignete Filme? Wie viel Verantwortung über deren Auswahl darf ich den Kindern selber lassen? Muss ich immer dabeisitzen und die Filme überwachen?
Habt ihr mir Ideen wie ich meinen Weg finden kann?
Ich bin mir bewusst, dass ich dem Thema ausgewichen bin und mich eigentlich schon länger damit hätte auseinandersetzen müssen....
Vielen Dank für euere Inputs.

Liebe Grüsse, idieh

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2 Jahre 9 Monate her #6651 von barbara dominique
Antwort
Hoi Idieh

Ich bin mit Fernseher aufgewachsen, aber ohne Tablet etc. Da muss ich noch lernen - abgesehen davon, dass Fernsehen heute kaum noch zu vergleichen ist mit dem, was ich als Kind kannte.
Wir haben mittlerweile unsere Variante gefunden: Die Kinder dürfen morgens nach dem Frühstück und vor der Schule (auch in dieser Zeit klingelt bei uns die Schulklingel auf dem Handy zur üblichen Zeit) Fernsehen. Die ältere ist 11 und sorgt dafür, dass die Filme für den 6-Jährigen freigegeben sind und er keine Angst hat. Gleichzeitig auch, dass auch er mal aussuchen darf. Das stärkt die Hierarchie, begrenzt den Medienkonsum, hakt das Thema für den restlichen Tag ab und lässt die Kinder erst noch morgens vorwärts machen. :-)
Am WE schauen wir mal alle zusammen einen Film und in der Mittagspause dürfen die Kinder ans Tablet zum Spielen. So ist es in der "normalen" Zeit gewesen.
In der Zeit von Home-Schooling gelten ähnliche Regeln. Morgens in den Pausen dürfen sie aber jeweils ihre Serien/Filme weiterschauen, ab 12 Uhr ist damit Schluss. Und neu ist auch, dass die Kinder am Freitagabend von 19-20 Uhr noch ans Tablet dürfen (in ihren Zimmern), damit mein Mann und ich unseren "freien" Abend haben und zusammen Abendessen können. :-)
Das alles haben wir immer wieder zusammen (auch mit den Kindern) besprochen, wieder angepasst, bis es für alle passte.
Vielleicht noch wichtig zu wissen: Wenn es an einem Tag nicht klappt, wenn sie stürmen oder das Ende nicht akzeptieren, gibt es am nächsten Tag ein Gespräch, was wir ändern müssen, damit es klappt.
Ich hoffe, Du findest Euren Weg auch!

Liebe Grüsse
Barbara

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2 Jahre 9 Monate her #6652 von Kiki
Antwort
Guten Morgen, liebe Idieh (Heidi?),

in diesem Thread hat es schon einige praktische Vorschläge.

Als unsere Kinder klein waren, haben wir so einiges ausprobiert:

- fixe Medienzeiten, während denen Medien konsumiert werden durften
- fixe "Nicht-Medienzeiten", die tabu waren für Medien
- Pläne, um die Zeit selbständig zu planen bzw. zu kontrollieren

usw. An all diesen Varianten hat mich gestört, dass ich als Mama ein Auge darauf haben musste. So haben wir eines Tages über die Vor- und Nachteile von Medien diskutiert und vor allem über die Vorteile des echten Lebens gesprochen. Ich habe den Kindern gesagt, dass sie SELBST darauf achten sollten, "im Rahmen" Medien zu konsumieren. Unser Jüngster war damals vielleicht etwa sieben Jahre alt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Kinder vor allem dann Medien konsumieren, wenn es ihnen langweilig ist oder sie keine Alternativen haben. Oder umgekehrt: Solange sie Aufgaben im Haushalt haben, wir gemeinsam Zeit verbringen, sie nach draussen können usw., sind Medien wenig attraktiv. Sind die Kinder dagegen krank und müssen das Bett hüten, dürften sie bei uns "open end" konsumieren, was sie dann auch geniessen.

Liebe Grüsse
Kiki

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2 Jahre 9 Monate her #6656 von Bäretatze
Antwort
Liebe Idieh,

Was für ein grosses Thema...
Gerade letzten Freitag habe ich in einer Elternlounge den Workshop "Knacknuss Medien" gegeben. Falls noch mehr interessiert sind daran, liesse sich da natürlich was organisieren...

Für heute möchte ich dir 2 Beispiele zum nachdenken mitgeben:

Würdest du deinem Vorschulkind ein Fahrrad kaufen, und es tageweise in den Strassenverkehr schicken, damit es selbstbestimmt seine Erfahrungen macht?
Natürlich nicht ;) Was für uns im Strassenverkehr völlig selbstverständlich ist, giltet ganz ähnlich auch für den "medialen Verkehr". Wir müssen unsere Kinder daran heranführen, und können ihnen stückweise, je nach Reifung Verantwortung übertragen.

Weiter vergleiche ich die Medien auch gerne mit Schokolade. Sind unsere Kinder satt und gut ernährt mit dem was sie wirklich brauchen, spricht nichts gegen den Genuss von Schokolade. Aber genauso wie wir nicht wollen, dass unsere Kinder sich mit Schokolade sattessen, sollte es uns ein Anliegen sein, dass die Kinder Medien in einem gesunden Mass konsumieren.

Liebe Grüsse,
Bäretatze

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2 Jahre 9 Monate her #6658 von Idieh
Antwort
Hallo
Vielen Dank für euere Versionen, wie ihr das Thema handhabt. Für mich kristallisiert sich heraus, dass es da sozusagen zwei Bereiche gibt. Der Eine ist die Menge an Medienkonsum, der Andere was für Inhalte die Kinder konsumieren.
Die Menge (Zeit) des Medienkonsums ist bei uns klar geregelt und funktioniert momentan diskussionslos. (Ich glaube dort müsste ich umdenken lernen, weil das Platzieren der Kinder vor der "elektronischen Grossmutter" für mich negativ behaftet ist und es mir ein schlechtes Gewissen macht, wenn ich diese Zeit auch noch Pause mache...) Nachdem was ich bis jetzt dazu gelesen habe, wird für mich klar, dass ich am Zeitrahmen nichts ändern mag, da dieser ja funktioniert.
Nun noch zum Thema was die Kinder schauen dürfen... wie regelt ihr denn das? Seid ihr immer daneben und kontrolliert? Ist es meine Meinung die zählt? Wenn ich etwas doof finde dürfen sie nicht schauen? Ich selber bin mit Büchern aufgewachsen und durfte aus der Bibliothek immer holen, was vorhanden war. Da hat nie jemand kontrolliert. Kann ich das vergleichen? Bei uns ist die älteste 7 und geht in den 2. Kindergarten. Sie ist noch nicht komplett selbständig im Internet unterwegs um Filme auszuwählen, kennt inzwischen aber gewisse Schritte dazu.
Ich bin euch dankbar, wenn ihr mir zu den Medieninhalten ebenfalls noch ein paar Anregungen habt, damit ich auch dort meinen Weg erkennen kann.
Viele liebe Grüsse, Idieh (Heidi)

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2 Jahre 9 Monate her #6659 von barbara dominique
Antwort
Hoi Heidi

Ich würde es nicht ganz genau mit der Bibliiotheke vergleichen. Denn dort wurde bereits eine Vorauswahl getroffen - Verbotenes z.B. gibt es dort nicht. Auch wenn Ihr eine Kindersicherung installiert habt, traue ich persönlich der nicht zu 100%. Dazu kommt, dass die Bibliothekare (zumindest bei uns) auch ein Auge darauf haben, was ein Kind ausleiht. Wir haben einen normalen Fernseher und das Internet - beim Fernseher haben sie ihre drei Kanäle, die sie auswählen dürfen (und die 11Jährige schaut wie gesagt, dass die Sendungen ok für beide sind). Im Internet dürfen sie nur wünschen und wir stellen es ihnen ein.
Sie dürfen aber tatsächlich auch Dinge schauen, die ich doof finde (auf die meisten trifft das zu). Ich schaue nicht mit bei ihren Serien, sondern geniesse die Pause. Ich schaue aber mit, wenn die Tochter einen neuen Film schaut, damit wir darüber sprechen können (bei heikleren Themen wie z.B. Harry Potter lesen wir sogar zuerst die Bücher. Ich persönlich finde es nicht gut, wenn wir die Kinder von allem Nichtchristlichen abschotten. Sonst schauen sie es nur, wenn ich nicht dabei bin ...

Liebe Grüsse und frohe Ostern,
Barbara

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